Weg vom Vertrauten 2.0

Weg vom Vertrauten 2.0

Es ist nun etwas mehr als ein Jahr her, als ich von meiner grossen Reise zurückgekehrt bin. Nach dem Motto „Neues Jahr, neue Reise“ geht es für mich nun in ein zweites Abenteuer. In etwas mehr als sechs Wochen geht es für mich von Helsinki über Tallinn und Riga südwärts quer durch den ganzen Balkan nach Bukarest, Rumänien. Um sich die einzelnen Länder genauer und intensiver anzuschauen, müsste man mehr Zeit resp. flexibler mit einem Auto unterwegs sein, da die ÖV-Netze nicht immer so ausgeprägt sind, wie wir das aus der Schweiz kennen. Somit beschränke ich mich auf einzelne Städte, sowie die Zugfahrt zwischen den Reisezielen. Aufgrund meiner Schulterverletzung vielleicht genau das richtige und etwas ruhigere Programm. Doch nun zum eigentlichen Thema, meiner Abreise. Was gibt es ungemütlicheres als einen Flug verletzt oder krank anzutreten? Genau, verletzt und krank. Während ich meine Schulter nach dem Riss der Bänder auskurierte und die Reise lange auf der Kippe stand, lag ich die letzten Tage auch noch krank mit Fieber im Bett. So startete meine Reise mit wenig Energie und einer lädierten Schulter mit einem Flug von Zürich nach Helsinki mit Zwischenstopp in Riga. Während andere Fluggäste gemütlich in den Sonnenschein am Himmel sahen, kämpfte ich mit dem Druckausgleich durch meine verstopfte Nase. Kein einfaches Unterfangen. Schlussendlich konnte aber auch ich den Anflug auf Riga mit einem Sonnenuntergang geniessen. Kurze Zeit später ging es weiter nach Helsinki. Gemütliche 45 Minuten Flugzeit und Ortszeit bei Ankunft unterdessen 00:30 in der Nacht. Im Flughafen wurde ich mit „Tervetuola“ begrüsst, wird wohl Herzlich Willkommen auf Finnisch sein. Jedoch nahmen meine Augen nicht mehr alles genau wahr. Weiter gings mit dem Zug vom Flughafen in die Stadt. Die Stimmung am Bahnsteig war relativ ruhig, aber was erwartest du um eins in der Nacht. Mein Husten war wohl noch das lauteste Geräusch im unterirdischen Flughafen-Bahnhof. Während Station um Station an mir vorbeizog, schlossen sich meine Augen immer mehr. Das Einzige, was mich immer wieder hochblicken liess, waren die Namen der Stationen, welche wohl durch das wahllose Draufschlagen auf eine Tastatur entstanden sind. Nachdem ich diverse Busse am Bahnhof Helsinki verpasst habe, entschied ich mich doch noch für ein Taxi, um möglichst rasch zum Hotel zu gelangen. Kostspielige Entscheidung, wie sich während der kurzen Fahrt herausstellte. Die Uhr zeigte unterdessen 2 Uhr Nachts an, als ich im Hotel ankam. Die Augen klappen zu. Ein kräfteraubender Tag geht zu Ende. Bis morgen Helsinki (zum Blogbeitrag über Helsinki) oder wie man hier sagt: Nähdään huomenna!

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