Maribor – Zweitgrösste Stadt Sloweniens

Maribor – Zweitgrösste Stadt Sloweniens

Nach meinem wundervollen Aufenthalt in Bratislava (zum Blogpost über Bratislava) ging es für mich in knapp 6h über Wien, Graz und Spielfeld-Strass nach Maribor. Maribor liegt lediglich 15 Autominuten von der österreichischen Grenze entfernt und ist die zweitgrösste Stadt Sloweniens. Nur die Hauptstadt Ljubljana ist grösser. Aufgrund der nahen Grenze waren die Deutschkenntnisse je nach Person entsprechend gut. Vor allem Servicekräfte konnten mit ihren Sprachtalent überzeugen.

Am Bahnhof Maribor angekommen suchte ich einen Bus in Richtung Stadtzentrum, in welchem sich mein Hotel resp. meine Pension befand. Dieser fuhr allerdings erst nach 25 Minuten. Hatte schon bessere Verbindungen zwischen Bahnhof und Innenstadt. Es wäre ebenfalls ein Fussmarsch von knapp 20 Minuten möglich gewesen. Aufgrund des schweren Rucksacks und der lädierten Schulter verzichtete ich aber darauf. So setzte ich mich auf eine Parkbank und wartete. Zwitschernde Vögel und angenehme Temperaturen im Schatten. Idyllische Stimmung. Dann ging es mit dem Bus zu meiner Unterkunft, in welcher ich herzlich erwartet und empfangen wurde. Er sorgte förmlich für mein Wohl, damit ich meinen Maribor-Aufenthalt in vollen Zügen geniessen kann. Ich musste erstmals ankommen. Fast 6h war ich unterwegs. So genoss ich die ersten Stunden in meinem gekühlten Zimmer und schrieb an meinem Blog. Lediglich für einen kurzen Spaziergang und das Abendessen ging ich nochmals in die Altstadt. Ein klassischer Reisetag ging zu Ende.

Der Mittwoch war der einzige ganze Tag in Maribor. Nur zwei Nächte verbrachte ich hier. Die Stadt ist nicht wirklich gross, die Sehenswürdigkeiten überschaubar und ich konnte mir die Reisezeit nach Zagreb optimal aufteilen. Als erstes besuchte ich die Kathedrale von Maribor. Diese liegt sehr zentral und war nur einige Meter von meiner Unterkunft entfernt. Im Café nahe dem danebenliegenden Park genoss ich meinen obligatorischen Morgenkaffee. Von dort aus schlenderte ich durch die kleinen aber süssen Gassen zum Schloss Marburg. In diesem gibt es ein regionales Museum zur Geschichte von Maribor und der Region. Um auch etwas zur Kultur und Geschichte der Stadt mitzunehmen, ergaunerte ich mir den Studenten-Eintritt. Für diesen muss man oftmals den Studentenausweis zeigen. Immer wieder versuche ich, auch ohne diesen, günstigere Preise/Tickets zu erhalten. Versuchen kann man es ja immer. Das Museum war spannend, aber ich kam mit meinem Englisch und den Begriffen zu Gesteinen, Fauna und Flora an meine persönliche sprachliche Grenze. Was ich nicht wusste, ist, dass nach dem Museum eine ganze Schlosstour inklusive ist. Die Frau an der Kasse erwähnte etwas dergleichen, jedoch ohne konkret zu formulieren, was danach noch komme. So sah ich mir das Schloss und die verschiedenen Säle in Ruhe an. Zwischendurch gab es einige gute fotografische Elemente. Ein Museumsmitarbeiter lief immer wieder etwas herum und begleitete die Tour mit regelmässigen Inputs oder Informationen zum entsprechenden Gemälde, Saal oder Kunstwerk. Besonders der Konzertsaal hat mir imponiert. Mein Magen knurrte unterdessen gewaltig. Es war auch schon wieder nach 13:00. Nachdem ich doch länger als geplant in diesem Museum resp. Schloss verbrachte, suchte ich ein Restaurant mit slowenischen Speisen. Dazu half mir eine Freundin aus der Schweiz mit slowenische Wurzeln. Das Problem ist, dass Slowenien keine richtigen typisch slowenischen Gerichte besitzt. Die Kulinarik adaptiert man aus Österreich, Slowakei, Kroatien und anderen Ländern. Es gibt da dennoch einige bekannte Gerichte, welche ich jedoch in keinem Restaurant in Maribor fand. Mehrmals suchte ich den Kellner eines Gasthofs auf, um ihn zu fragen, wo ich diese Speisen kriege. Auch eine Restaurant-Auswahl half mir nur bedingt. Die Restaurantvorschläge von der Cousine der slowenischen Freundin sind unterhalb des Beitrags noch aufgeführt. An der Drau (Nebenfluss der Donau) hatte ich dann ein gemütliches Restaurant gefunden. Ich lief dann dem Fluss entlang am Vodni Stolp Wasserturm vorbei bis ans andere Ende der Stadt ehe ich zum schönsten Gebäude der Stadt ging. Die Basilika der Mutter der Barmherzigkeit, wie sie übersetzt genannt wird, ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude. Die Bilder im Internet sahen grossartig aus. Die fotografischen Möglichkeiten waren jedoch beschränkt. Nahe Gebäude, Bäume und Verkehrsschilder standen im Weg. So suchte ich erneut das Museum im Schloss Marburg auf. Es gab eine erhöhte Galerie, von welcher man sicherlich eine bessere Sicht hatte. Der freundliche Mitarbeiter führte mich dorthin, nachdem er mich wiedererkannte. Mit ihm plauderte ich noch eine Weile über Maribor, meine Reise und seinen Bruder in der Schweiz. Zum Abendessen gab es dann in einem der empfohlenen Restaurants ein 3-Gang-Menü. Spaghetti mit frischem Thun- und Tintenfisch als Vorspeise, Schnitzel mit Mandeln paniert und Pommes, sowie Apfelstrudel mit Vanillesauce. Man gönnt sich ja sonst nichts 😉 Ausserdem wurde mir während der Wartezeit auf meine Vorspeise ein kleiner Teller mit Tartar, Kaviar und Brot serviert. Natürlich aufs Haus. Nicht übel, dachte ich mir. Wo bin ich hier gelandet? Wer nun meint, ich hätte viel Geld liegengelassen, irrt sich allerdings. Gute 30 Euro inkl. Getränke für ein doch eher edles Menü. Hab schon mehr für weniger ausgegeben um ehrlich zu sein.

Der Abend neigte sich dem Ende zu. Morgen geht es in der Früh mit dem Zug über Sevnica in die kroatische Hauptstadt Zagreb (zum Blogbeitrag über Zagreb).

Fazit
Maribor ist zwar die zweitgrösste Stadt Sloweniens, kann aber nicht wirklich viel bieten. Ich hatte korrekterweise eine solch kurze Aufenthaltsdauer gewählt. Maribor hast du in einem halben Tag gesehen und das Restaurant-Angebot ist überschaubar. Slowenien kann sich durch die Landschaft auszeichnen, Maribor ist sicherlich kein Highlight des Landes. Vielleicht ist es Ljubljana, kann sein. War schön einmal hier gewesen zu sein, kann man aber auch mal gemütlich von Graz als Tagesausflug planen.

Restaurantvorschläge
• Restavracija Rožmarin
• Pri Florijanu
• Jack and Joe steak and burger club
• Ancora
• La Cantina
• Restavracija Rotovž

Ich entschuldige mich vorgängig für die qualitativ dürftige und unspektakuläre Bildergalerie. Was nichts zu bieten hat, kann nicht geändert werden. Sorry about that.

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